Zurück zu den Wurzeln

Köbi Vögeli (Bild rechts) ist der Gründer von Licht in Lateinamerika. Köbi erlebte von 1975 bis 1977 in Südamerika Missionsarbeit und Entwicklungshilfe. Ein Herz und ein Anliegen für diese Menschen wurde in ihm geweckt. 

Unten findest du die Meilensteine der Geschichte von LiL - viele Geschichten und Personen, die LiL zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ausserdem kannst du in der historischen Bildergalerie stöbern und sehen, wie das CAPI damals aufgebaut wurde.

Köbi Vögeli bekam bei seiner Reise Einblick in über 30 Missionen und Entwicklungshilfeprojekte in Südamerika. Er wollte Theologie und praktische Arbeit kombinieren, denn diese Verbindung gab es bis dahin noch nicht. Aufgrund verschiedener Aspekte hatte Köbi Kolumbien und Ecuador im Blick, dort Menschen ganzheitlich auszubilden. 1978 kam er in die Schweiz zurück und absolvierte dann eine einjährige Techniker Ausbildung in Rosenheim/Deutschland.
1980 reiste Köbi Vögeli zunächst in die USA und danach nach Costa Rica. Während weiterer Ausbildungen veränderte sich leider die wirtschaftliche und politische Lage in den Ländern Kolumbien und Ecuador und so musste er 1983 diesen Traum begraben, Leute aus diesen Ländern auszubilden. So kam allerdings Costa Rica in den Blickwinkel und nun öffneten sich die Türen in die zentralamerikanischen Länder.
  • Im April 1981 konnte durch Spenden vom Gebets- und Freundeskreis 150 ha Land gekauft werden. Am 27. Juni 1981 wurde der Verein in der Schweiz gegründet. Am 27. Mai 1983 wurde der Verein in Costa Rica eingeschrieben.
  • Auf der ersten Reise in den Süden von Costa Rica lernte Köbi den Rechtsanwalt Rolando Tellini kennen. Es entwickelte sich eine Freundschaft und Zusammenarbeit, die bis zu ihrem Abschied im August 2017 bestehen blieb.
  • Eine Schlüsselfigur war auch Alfonso Miranda. Er nahm die Idee einer Schulung von Indigenen begeistert auf. Als ehemaliger Regierungsbeamter in hohen Positionen war er ein wichtiger Türöffner zu massgebenden Ämtern.
  • 1982 kamen die ersten Langzeitmitarbeiter aus Europa. Dies waren die Familien Gottschalk und Mannes, die nach Costa Rica ausreisten.
  • Die Einschreibung von LiL in Costa Rica als «Gemeinnützige Organisation» fand im Jahr 1987 statt und somit wurde LiL vom Staat Costa Rica anerkannt.
Ursula Salvisberg lernte Köbi auf der Finca kennen. Sie machte, wie später viele andere, damals einen Kurzzeiteinsatz. Es begann eine Beziehung auf Distanz. Am 03. März 1985 heirateten sie in Costa Rica auf der Finca, wozu die Familien aus der Schweiz anreisten.      
Der erste Kurs mit 5 indigenen Schülern konnte endlich durchgeführt werden und dies bereits in den Fächern Landwirtschaft, Schreinerei und Mechanik, kombiniert mit Bibelunterricht. Diese Kurse wurden in den Folgejahren mit 3-monatigen Modulen, a`3 Monaten innerhalb von 1-2 Jahren durchgeführt. Nebenher fanden immer wieder weitere Aufbauarbeiten statt (siehe Bild), um mehr Indigene aufnehmen und ausbilden zu können.
Zum ersten Mal nahmen Schüler aus den umliegenden Ländern Panama, Nicaragua und Honduras an den Kursen teil. Diese Schüler nahmen und nehmen bis heute zum Teil tagelange Reisen auf sich, um das Ausbildungszentrum zu erreichen.
25 Jahre Licht in Lateinamerika: In den vergangenen Jahren wurden die Kurse immer wieder evaluiert und angepasst. Frauenkurse entstanden und auch Ethik: Ehe und Familie wurde ein wichtiges Anliegen der Indigenen.
Der erste Multiplikatorenkurs findet statt, indem Schüler, die die Ausbildungsmodule erfolgreich abgeschlossen haben zu Multiplikatoren ausgebildet werden, um das Gelernte an ihre Ethnien weitergeben zu können. Ebenfalls in diesem Jahr entsteht das erste Ausbildungszentrum von Indigenen für Indigene. CAPI Honduras wird in Puerto Lempira unter der Leitung von Walsted und Cristina Miller gegründet. Siehe auch: "Wo wir tätig sind"
Multiplikatoren werden erstmalig im CAPI Costa Rica als Lehrer eingesetzt. So können einheimische, ehemalige Schüler als Lehrer unterrichten und werden von den europäischen Mitarbeitern unterstützt, gecoacht und geleitet. Dies vereinfacht die Beziehung zu den Schülern, da die kulturelle Hürde nicht so hoch ist.
Im August 2017 wurden Köbi Vögeli und seine Frau Ursula vom CAPI verabschiedet. Nach fast 40 Jahren kehren sie in die Schweiz zurück. Über 500 Leute haben sich in all diesen Jahren für LiL eingesetzt und das Ziel nie aus den Augen verloren! Köbi hat immer die Menschen, die er traf "mit ins Boot genommen". Nur so war der Aufbau eines grossen Beziehungsnetzes möglich. In all den Jahren sind viele Langzeitmitarbeiter ausgereist und wieder in die Schweiz oder nach Deutschland zurückgekehrt. Sie alle haben LiL mit geprägt und durch sie konnte es wachsen! Unter Team sind unsere derzeitigen Mitarbeiter zu sehen.